Mitreden bei der Biotechnologie-Roadmap
Die Bundesregierung sammelt Rückmeldungen zu den Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland. Für die Bioökonomie besonders relevant ist die Biotechnologie mit Industrie, Ernährung und Landwirtschaft.
Die Bundesregierung lädt zur Online-Konsultation über die Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland ein. Damit können Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bis Ende Juni 2026 Rückmeldungen zu den geplanten Umsetzungspfaden geben. Im Mittelpunkt stehen sechs Schlüsseltechnologien, darunter Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Fusion, Batterietechnologie und Biotechnologie.
Für Leserinnen und Leser von bioökonomie.de ist vor allem die Roadmap Biotechnologie relevant. Sie beschreibt Ziele für Gesundheit, industrielle Anwendungen, Ernährung, Landwirtschaft und Medizintechnik. Die Bundesregierung will Deutschland unter anderem als innovativen Standort für Biotechnologie stärken, biobasierte Wertschöpfung ausbauen und krisenfeste Agrar- und Ernährungssysteme fördern.
Bioökonomie als Teil des Fahrplans
Konkrete Meilensteine betreffen mehrere bioökonomische Themenfelder. In der industriellen Bioökonomie soll der Anteil biobasierter Chemikalien wachsen. Genannt werden dafür Forschung und Entwicklung, regulatorische Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit mit Industrie, kleinen und mittleren Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen. Auch biotechnologische Lebensmittel spielen eine Rolle. Dazu zählen Präzisionsfermentation und Zellkultivierung, etwa für neue Lebensmittelbestandteile und alternative Proteine.
Weitere Punkte betreffen nachhaltigen Pflanzenschutz und die Pflanzenzüchtung. Die Roadmap verweist auf biotechnologische Pflanzenschutzsysteme, die bis 2030 einen größeren Marktanteil erreichen sollen, sowie auf moderne Züchtungsmethoden, die Innovationszyklen bei Pflanzensorten beschleunigen können.
Die Konsultation ist als Beteiligungsformat zur Weiterentwicklung der Roadmaps angelegt. Eingaben sind über das Online-Formular der Hightech Agenda Deutschland bis zum 30. Juni 2026 möglich: <zum Formular>
ag