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19.12.2016

GO-Bio: Runde acht gestartet

Forscher aus den Life Sciences, die ein Unternehmen gründen wollen, können sich wieder mit ihren Projektideen für den BMBF-Wettbewerb GO-Bio bewerben. Es winkt eine Millionenförderung.

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Die achte Runde des GO-Bio-Wettbewerbs ist gestartet.
Quelle: 
Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Damit innovative Ideen auch tatsächlich einmal zu Produkten werden können, braucht es nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Know-how. Mit der Gründungsoffensive Biotechnologie GO-Bio fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2005 junge Wissenschaftler und Kliniker, die ihre vielversprechenden Ideen im Zuge einer Unternehmensgründung zu marktreifen Produkten entwickeln wollen. Nun ist der Startschuss für die achte Auswahlrunde des erfolgreichen Förderformats gefallen. Bis zum 15. Juni 2017 können Forscherteams aus den Lebenswissenschaften ihre Bewerbung beim Projektträger Jülich einreichen und sich damit für eine Millionenförderung in Stellung bringen.

Immer noch sind es nur wenige Wissenschaftler, die den Sprung vom Labor in die Wirtschaft wagen. Vor allem Forschungsprojekte aus dem Bereich der Lebenswissenschaften gelten auf Grund der langen Entwicklungszeit und des hohen Finanzbedarfs als risikoreich. Vor elf Jahren hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) daher den GO-Bio-Wettbewerb ins Leben gerufen und so für Aufschwung in der Biotechnologie-Szene gesorgt.

GO-Bio +++ 8. Runde +++ die Ausschreibung +++ GO-Bio

Aus den sieben bisherigen Wettbewerbsrunden werden oder wurden bisher 50 Projekte gefördert. Hier finden Sie einen Überblick über sämtliche GO-Bio-Projekte. Bisher sind 24 Firmen gegründet worden oder sie wurden in der Zeit der GO-Bio-Förderung operativ tätig. Die gegründeten Firmen haben bereits mehr als 60 Mio. Euro Privatkapital eingeworben und beschäftigen rund 150 Mitarbeiter.

Zwei Phasen der Förderung

Die GO-Bio-Förderung erfolgt in zwei Phasen über eine Dauer von jeweils maximal drei Jahren. In der ersten Förderphase soll von der Arbeitsgruppe das Anwendungspotenzial der Entwicklung herausgearbeitet und bewertet werden. Begleitend sollen konkrete Kommerzialisierungsstrategien für die weitere Umsetzung der Ergebnisse entwickelt werden.

In der zweiten Förderphase, über die nach einer Zwischenevaluation entschieden wird, erfolgt die Überführung dieser Strategien in die wirtschaftliche Verwertung. Spätestens ab der zweiten Förderphase müssen die Projektleiter möglichst eine privatwirtschaftlich aufgebrachte Co-Finanzierung für die Durchführung des GO-Bio-Vorhabens aufbieten. Für jede Förderrunde stellt das BMBF zwischen 20 und 30 Mio. Euro zur Verfügung. Im Schnitt wird jedes Förderprojekt mit etwa 2 Mio. Euro unterstützt. Das BMBF stellt zusätzlich bis zu 350.000 Euro den Hochschulen und Forschungseinrichtungen der bewilligten GO-Bio-Projekte zur Verfügung, um den Technologietransfer zu stärken.

Fünf Preisträger in Runde 7

Im April 2016 wurden die Preisträger der siebten GO-Bio-Runde auf den Biotechnologie-Tagen in Leipzig gekürt. Damals konnten sich fünf Gründer-Teams über eine Anschubfinanzierung in Höhe von insgesamt 17 Mio. Euro freuen. Für die nun gestartete achte Runde des GO-Bio-Wettbewerbs können ab sofort Projektskizzen abgegeben werden. Wissenschaftler aus Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Einrichtungen sind aufgerufen, ihre Ideen bis zum 15. Juni 2017 beim Projektträger Jülich einzureichen. Ansprechpartner sind Dr. Jan Strey (j.strey@fz-juelich.de) und Dr. Ute Fink (u.fink@fz-juelich.de).

 

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