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16.01.2018

Dialog-Workshop zur Bioökonomie

Im Frankfurter Senckenbergmuseum treffen sich Bürger und Fachleute aus Industrie und Forschung, um über ihre Zukunftsvorstellungen einer biobasierten Wirtschaft zu diskutieren.

In Berlin findet der erste globale politische Gipfel zur Bioökonomie statt. Die Organisatoren verbinden damit die Hoffnung, langfristig die internationale Abstimmung zur Bioökonomie zu verbessern.
In Frankfurt leiten Fraunhofer-Forscher einen Zukunftsdialog zwischen Bürgern und Fachleuten aus Industrie und Forschung über die Zukunft einer biobasierten Wirtschaft.
Quelle: 
RFsole - Fotolia

Weg von erdöl- und hin zu biobasierten Produkten und einem nachhaltigen Wirtschaften – das ist das Ziel des Konzepts Bioökonomie. Für den Wandel hin zu einer solchen Wirtschaftsweise auf der Basis biologischer Ressourcen ist ein Umdenken gefragt, das einen gesellschaftlichen Wandel nach sich zieht. In dem neuen Forschungsprojekt „BioKompass“ wollen Fraunhofer-Forscher den gesellschaftlichen Transformationsprozess hin zur Bioökonomie erforschen sowie durch partizipative Formate den Dialog gesellschaftlicher Akteure befördern. Im Zentrum stehen Zukunftsvorstellungen und Szenarien einer künftigen Bioökonomie. So soll ein vertieftes gemeinsames Verständnis einer zukünftigen, biobasierten Wirtschaftsweise bei allen Beteiligten geschaffen und konkrete Anwendungsfelder der Bioökonomie nähergebracht werden.

Zukunft stellt neue Herausforderungen

Die wachsende Zahl an biobasierten Produkten und industriellen Fertigungen ist zwar ein ressourcenschonender und daher erfreulicher Trend, doch er stellt auch einige neue Herausforderungen an das Wirtschaftssystem und die Gesellschaft. Um diese frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) noch bis ins Jahr 2020 das Projekt „BioKompass“. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI leitet das Projekt. Zu den Projektpartnern gehören zudem das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD sowie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und das ISOE-Institut für sozial-ökologische Forschung.

Workshop bringt Bürger und Experten zusammen

Am 23. Januar 2018 führt das Fraunhofer ISI im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt einen ersten BioKompass-Zukunftsdialog durch. Hier soll es darum gehen, Zukunftsvorstellungen zur Bioökonomie aufzuspüren. Sowohl Bürger als auch Fachleute aus Industrie, Gesellschaft und Wissenschaft kommen in einem Workshop zusammen, um über Vorstellungen, Strategien und Konzepte zu diskutieren. Das Event soll außerdem dazu beitragen, die Öffentlichkeit mehr für das Thema Bioökonomie zu sensibilisieren.

BioKompass-Zukunftsdialog in Frankfurt

Für den ersten Dialog-Workshop im Senckenberg Naturmuseum am 23. Januar 2018 können sich Interessierte noch anmelden. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.
Kontakt für Anmeldungen: elna.schirrmeister@isi.fraunhofer.de

Naturkunde und Bioökonomie aktiv erleben

In zwei weiteren Projektmodulen, welche die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung betreut und realisiert, werden diese Zukunftsbilder der Bioökonomie aufgegriffen und für unterschiedliche Zielgruppen im Museumsbereich aufbereitet und weiterentwickelt. Dabei bietet das Senckenberg Museum als Veranstaltungsort selbst einen wichtigen Anreiz für eine interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema: Die ausgestellten Exponate sollen explorativ per Smartphone-Kamera und mittels einer vom Fraunhofer IGD entwickelten Augmented Reality-App von allen Museumsbesuchern erforscht und genutzt werden können. Unter Leitung des Fraunhofer ICT entstehen zudem weitere Lernmodule und Zukunftsbilder zur Bioökonomie, an der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Rahmen eines Seminarprojekts sowie einer Talent School beteiligt sein werden. 

Wandel aktiv mitgestalten

Parallel findet unter Leitung des ISOE fortlaufend eine begleitende Evaluation zur Qualitätssicherung statt um so die Projekte kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auf diese Weise kann und soll die Gesellschaft den Transformationsprozess zum Übergang zur Bioökonomie aktiv mitgestalten. 

jmr/pg

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