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10.09.2018

Bitop baut Extremolyte-Produktion aus

Die auf natürliche Schutzsubstanzen spezialisierte bitop AG expandiert. Am neuen Standort in Dortmund entsteht eine neue Produktionsanlage für Mikroorganismen.

Das Dortmunder Areal Phoenix West war früher Zentrum der Kohle- und Stahlindustrie. Die Neuansiedlung der bitop AG ist ein weithin sichtbares Zeichen des Strukturwandels hin zu einer sauberen und nachhaltigen Biotechnologie.
Das Dortmunder Areal Phoenix West war früher Zentrum der Kohle- und Stahlindustrie. Die Neuansiedlung der bitop AG ist ein weithin sichtbares Zeichen des Strukturwandels hin zu einer sauberen und nachhaltigen Biotechnologie
Quelle: 
bitop AG

Anfang September feierte das Pharmaunternehmen bitop am neuen Standort in Dortmund sein 25-jähriges Bestehen. Das ehemalige Spin-off der Universität Witten-Herdecke ist auf sogenannte Extremolyte spezialisiert. Das sind niedermolekulare Wirkstoffe, die aus extremophilen Mikroorganismen gewonnen werden, mit anderen Worten: aus speziellen Bakterien gewonnene Substanzen. Sie haben das Talent unter extremen Bedingungen wie in Salzseen zu überleben und starker UV-Strahlung, extremer Hitze oder Trockenheit zu trotzen. Diese Mikroorganismen kommen als Schutzsubstanzen für Haut und Schleimhäute in Produkten der Medizintechnik- und Kosmetikindustrie zum Einsatz. Beispiele sind die Behandlungen von Allergien, Haut- und Atemwegserkrankungen. 

„Mit dem Umzug von Witten zum Biotechnologie-Standort Dortmund werden wir auch nach außen hin als hoch spezialisiertes, global agierendes Biotech-Unternehmen sichtbar“, erläutert Claus Kjaersgaard, der seit Juni 2018 neuer bitop-Vorstandsvorsitzender ist. 

Extremolyte-Produktion wird nachhaltiger

Um die Marktpräsenz weiter auszubauen, will bitop im Dortmunder Werk bis Mitte kommenden Jahres für 5,5 Mio. Euro eine neue Produktionsanlage errichten. „Mit Hilfe spezieller Nanofiltrationstechniken werden wir hier unsere hoch wirksamen Extremolyte künftig effektiver, kostengünstiger und vor allem weitaus nachhaltiger gewinnen. Mit Hilfe des neuen Verfahrens kann man auf viele Stufen des bisherigen Produktionsprozesses verzichten. Dadurch sparen wir erhebliche Mengen an Chemikalien, Energie, Wasser und Aktivkohle und schonen so die Umwelt“, erklärt der wissenschaftliche Leiter, Andreas Bilstein.

Labore für Start-ups geplant

Von der Expansion am Dortmunder Standort verspricht sich das Unternehmen neue Anwendungsmöglichkeiten für Extremolyte insbesondere in der Kosmetikindustrie. Neben der neuen Produktionsanlage sind im Hightech-Gebäude auch Labore für Start-ups vorgesehen. Zudem soll die Zahl der Mitarbeiter von 50 auf 70 erweitert werden.

ml/bb

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