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26.08.2020

IÖW (2020): Verbraucherumfrage zum Verpackungsaufkommen

­­­­­­Plastikmüll in der Umwelt wird zu einer immer größeren Belastung für die Ökosysteme. Die Zahl der Kunststoffverpackungen beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung oder Kosmetik hat sich in zwei Jahrzehnten verdoppelt.

Im Rahmen des Projekts Innoredux, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), startete das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) eine Online-Umfrage zum Thema Verpackungsmüll. Ziel war herauszufinden, inwiefern ein Verzicht auf Verpackungen akzeptiert wird und welches Potenzial unverpackte Produkte haben.

Mehr als tausend Freiwillige haben an der nicht repräsentativen Befragung teilgenommen. Fast alle Teilnehmer sind der Meinung, dass bei vielen Produkten weniger Verpackungsmaterial ausreichen würde. Die Mehrheit fühlt sich zudem unzureichend über die Produktverpackungen informiert.

Die Befragten (99%) sind sich einig, dass viele Produkte mit weniger Verpackungsmaterial auskommen würden. 80% erklärten, auf den Kauf von Produkten mit starkem Verpackungsaufkommen zu verzichten. Viele wünschen sich von Unternehmen mehr Informationen über Art, Menge und Recyclingfähigkeit der anfallenden Verpackungen. 97% befürworten zudem Abteilungen mit unverpackten Lebensmitteln in Geschäften, wobei Unverpackt-Läden wegen der großen Entfernung, einer geringen Produktauswahl und hohen Preisen oft noch gemieden werden.

95% der Befragten finden, die Politik solle mehr positive Anreize schaffen, damit Unternehmen Verpackungsaufkommen reduzieren und fast genauso viele befürworten Sanktionen für Unternehmen mit besonders hohem Verpackungsaufkommen
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