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10.07.2017

IEA (2017): Studie zum Holzpellet-Markt

Das Biomasseforschungszentrum hat im Auftrag der Internationalen Energieagentur (IEA) eine Bestandsaufnahme der Holzpellet-Branche sowie der Märkte für mehr als 30 Länder erarbeitet.

Die globale Produktion von Holzpellets ist in den vergangenen zehn Jahren um das Vierfache gestiegen – von geschätzten 6-7 Megatonnen (Mt) im Jahr 2006 auf mehr als 26 Mt in 2015/16.

Eine steigende Nachfrage wird erwartet. Zertifizierte Holzpellets werden nicht nur in Kohle-Kraftwerken mitverbrannt, sondern auch zur Einzelfeuerung in umgewandelten Kohle-Kraftwerken zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung eingesetzt. Auch im häuslichen Bereich kommen Holzpellets als fester Brennstoff zum Einsatz. Zukünftig, so die Einschätzung der Autoren, könnten sie außerdem eine erneuerbare Ressource für "grüne Chemie" und biobasierte Materialien darstellen.

Noch mangelt es allerdings in vielen Produktionsländern an einer nachhaltigen Infrastruktur in Hinsicht auf Biomassebereitstellung sowie Lagerung, Verladung, Handhabung von Kapazitäten in den Produktionsregionen und in kommerziellen Bereichen. Zusätzlich zu den bereits erreichten Standards, der Entwicklung von Nachhaltigkeitskriterien für Holz, erfolgreichen Zertifizierungen und Technologien für die Bereitstellung von Pellets aus anspruchsvolleren Rohstoffen (z.B. Torrefizierung von Rohstoffen auf Strohbasis) zeigt die Studie, dass insgesamt noch immer viel Optimierungspotenzial für die erzielbaren Klimagaseinsparungen durch Holzpellets besteht.

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