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05.09.2018

Fraunhofer-UMSICHT (2018): Kunststoffe in der Umwelt

Allein in Deutschland gelangen laut einer Studie des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) alljährlich rund 330.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt – das sind gut vier Kilogramm pro Kopf.

Bremsspuren Stopschild
Quelle: 
pixabay

Für 51 Quellen von sogenanntem primären Mikroplastik haben die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts UMSICHT die Emissionen ermittelt. Körperpflegeprodukte wie Cremes und Duschbäder gelangten mit 19 Gramm pro Kopf und Jahr lediglich auf Platz 17 der Negativliste. Allein 100 Gramm Abrieb verursacht jeder Fußgänger durchschnittlich pro Jahr. Die Schuhsohlen liegen somit auf Platz sieben. An der Spitze der Mikroplastik-Verursacher steht der Abrieb von Autoreifen. Rund ein Drittel der Mikroplastik-Emissionen entfallen laut Studie darauf.

Drei Viertel der Emissionen im Mikrobereich

Insgesamt werden in Deutschland jährlich  446.000 Tonnen Kunststoffabfälle verursacht, nur ein gutes Viertel davon (26%) entfällt auf sogenannte Makroplastik wie etwa Plastiktüten, -flaschen und ähnliche Kunststoffprodukte. Der Anteil von Mikroplastik beträgt hingegen 74%.  "Dem, was jedem offensichtlich ist, steht also eine etwa dreifach größere Menge gegenüber, die zum Teil nur unter dem Mikroskop sichtbar wird", heißt es in der Studie.

  

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