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11.02.2020

Bioökonomie in Großbritannien

Mit seiner traditionell starken biowissenschaftlichen Grundlagenforschung zählt Großbritannien zu den Topnationen weltweit, etwa in der Biomedizin und in der Pflanzenforschung. Die Biotechnologie-Branche ist eine der führenden in Europa. In der 2018 veröffentlichten Bioökonomiestrategie haben die Briten das ambitionierte Ziel formuliert, bis 2030 zur weltweit führenden Bioökonomie-Nation aufzusteigen.

Zu einer innovativen, biobasierten Wirtschaft zählen die Briten alle Wirtschaftszweige, die biologische Ressourcen erzeugen und nutzen sowie biobasierte Technologien, Produkte und Lösungen hervorbringen, die Medizin ausdrücklich miteingeschlossen. Das Potenzial der Bioökonomie wird besonders darin gesehen, zu den großen Herausforderungen der Industrie im Wandel beizutragen und Innovationen hervorzubringen.

Die kohlenstoffhaltigen Rohstoffabfälle in Großbritannien summieren sich auf mehr als 100 Millionen Tonnen pro Jahr, zuzüglich mindestens 14 Millionen Tonnen biobasierter Abfälle aus Land- und Forstwirtschaft. Die Waldfläche hat sich in den vergangenen 100 Jahren verdoppelt und zu entsprechender Holzproduktion geführt, sodass auch Bioraffinerien an Bedeutung gewinnen. Erst jüngst in den Fokus gerückt sind Aquakulturen und das Potenzial der blauen Biotechnologie. Auf den Umsatz bezogen spielen Landwirtschaft und Fischerei sowie die Lebensmittelbranche die größte Rolle in der Bioökonomie.Wie sich der Brexit auf die international eng verwobene Forschungs- und Industrielandschaft in Großbritannien auswirken wird, bleibt ein großes Fragezeichen.

BIOÖKONOMIE IN GROSSBRITANNIEN
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