Die Zuse-Gemeinschaft als Zusammenschluss privatwirtschaftlicher Forschungseinrichtungen will sich stärker auf angewandte Bioökonomie-Forschung konzentrieren. Dazu hat die Industrieforschungsgemeinschaft nun den Cluster Bioökonomie gegründet, dem zunächst 15 der 75 Institute angehören. „Wir leben in einer Welt begrenzter Ressourcen und unausgeschöpfter Möglichkeiten“, begründete der Präsident der Zuse-Gemeinschaft Martin Bastian die Entscheidung.
Orientiert an Deutschlands Bioökonomiestrategie
Thematisch soll sich der neue Cluster an der Struktur orientieren, die die Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung vorgibt: biologisches Wissen, innovative Technologien, biogene Rohstoffbasis und Kreislaufwirtschaft sowie Nachhaltigkeitsbewertungen und Rückverfolgbarkeit. Konkret benennt das Leitbild des neuen Clusters die Themen Agrar, Ernährung, Bauen, Textilien, Energie, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Gesundheit, Konsumprodukte, Industrieprodukte, Ressourcenschutz, Recycling, Logistik und Mobilität.
Vernetzung und Fokussierung
Die Clusterbildung soll dazu beitragen, die Mitgliedsinstitute der Zuse-Gemeinschaft zu den Themen der Bioökonomie inhaltlich und organisatorisch stärker zu vernetzen, die Schwerpunktsetzungen in diese Richtung zu verschieben und nach außen die Sichtbarkeit der Bioökonomieforschung in der Zuse-Gemeinschaft zu erhöhen. „Im Cluster Bioökonomie bringen Institute der Zuse-Gemeinschaft ihr Wissen der Biologie und ihre Ideen für biobasierte Technologien und Produkte zusammen“, resümiert Cluster-Koordinator Jens Schrader vom DECHEMA-Forschungsinstitut in Frankfurt am Main den neuen Ansatz. So schaffe man wertvolle Synergien und präsentiere sich als „starke Gemeinschaft in diesem Zukunftsfeld“.

