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Wintergerste: Alte Landrassen offenbaren Weg zur Virusresistenz

Durch Genanalysen an alten Landrassen der Wintergerste sind Pflanzenforschende aus Gatersleben auf einen molekularen Mechanismus gestoßen, mit dem sich virusresistente Gerstensorten erzeugen lassen.

Noch sind viele Gerstesorten resistent gegen das Gerstenmosaikvirus. Dank einer neuen Entdeckung könnte das auch so bleiben.
Quelle: Franz W./Pixabay; CC0
Noch sind viele Gerstesorten resistent gegen das Gerstenmosaikvirus. Dank einer neuen Entdeckung könnte das auch so bleiben.

Ertragsverluste von bis zu 50 % – das sind die möglichen Folgen, wenn das Gerstengelbmosaikvirus oder das Milde Gerstenmosaikvirus Wintergerste infizieren. Glücklicherweise geschieht das nur noch selten, weil heutige Kultursorten über Resistenzen gegen diese Viren verfügen. Zuletzt jedoch traten immer häufiger Virusstämme auf, die diese etablierten Resistenzmechanismen überwinden konnten. Großflächige Ernteausfälle wären damit nur eine Frage der Zeit gewesen. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) verspricht nun Abhilfe.

Viren benötigen das Gerste-Gen PDIL5-1 zur Vermehrung

Wie die Fachleute im „Plant Biotechnology Journal“ berichten, ist es ihnen gelungen, einen neuen Resistenzmechanismus in Wintergerste zu etablieren. Dazu hatten die Forschenden zunächst die Genbank des IPK nach alten Landrassen und wilden Verwandten der Kulturgerste durchsucht. „Diese Untersuchungen haben ergeben, dass das Gen PDIL5-1, das an der Entstehung dreidimensionaler Proteinstrukturen beteiligt ist, auch eine zentrale Rolle für die Resistenz von Pflanzen gegen diese Viren spielt“, erklärt IPK-Forscher Robert Hoffie.