Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Forschungsarbeit?
Die Forschungsarbeiten des ATB beginnen bei der Identifizierung geeigneter Messgrößen in landwirtschaftlichen Produktionsprozessen wie zur Charakterisierung des Bodens, zur Überwachung der Tiergesundheit oder zur zerstörungsfreien Bestimmung von Produktqualität. Die Messgrößen sollen automatisch erfasst werden, wofür geeignete Sensoren gesucht und teils auch selbst entwickelt werden. Diese liefern teils enorme Datenmengen, aus denen Informationen gewonnen werden müssen. Hierzu bedarf es neuer Auswertungsmethoden, wie beispielsweise die Mustererkennung, die uns aus den sogenannten Big-Data-Analysen bekannt sind. Diese Informationen können dem Landwirt eine Entscheidungsbasis liefern. Die meisten Entscheidungsprozesse in der Landwirtschaft sind jedoch hochkomplex, sodass Intelligenz erforderlich ist – menschliche oder technische. In der gesamten Kette von Datengewinnung bis Algorithmenentwicklung ist das interdisziplinäre Team im ATB aktiv. Ein tiefes Verständnis biologischer Prozesse in den Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismengemeinschaften ist genauso wichtig, wie Kenntnisse über physikalische und chemische Prozesse in den Sensoren und die modernen Methoden maschinellen Lernens. All diese Kompetenzen sind im ATB-Team vorhanden und führen zu innovativen Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die effizient, umweltschonend und sozialverträglich sein muss. Das ATB forscht mit diesem Ziel in Pflanzenbau, Tierhaltung, Gartenbau und biotechnologischen Konversionsprozessen.