Was begeistert Sie ganz persönlich an dem Thema?
Ich wurde vor vier Jahren auf das Problem der Meeresverschmutzung mit Plastikmüll durch die Recherche für meine Bachelorarbeit aufmerksam. Damals war ich entsetzt, dass diesem so omnipräsenten Umweltproblem nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Das hat sich seitdem geändert, und immer mehr Aktionen und Medienkanäle greifen die Thematik auf. Dennoch bleibt Müllverschmutzung nicht nur ein Thema, dass Entwicklungsländer betrifft: Auch hier in Deutschland, das sich z.T. als „Weltmeister der Mülltrennung“ sieht, braucht man nur auf Autobahnausfahrten, Bahngleise, Parks oder Einkaufsstraßen schauen, um zu erkennen, dass es selbst hier noch viel Luft nach oben gibt. Die Tatsache, dass bei uns die Sachlage eigentlich weitestgehend bekannt ist – die Vermüllung unserer Umwelt schadet uns Menschen und der Natur - nehme ich zum Anlass, die Hoffnung nicht aufzugeben. Ich bin davon überzeugt, dass - auch durch unser Projekt - ein Umdenken und „Umhandeln“ stattfinden kann.
Interview: Beatrix Boldt