„Ohne Pflanzenzüchtung würden wir verhungern – auf die lange Sicht.“
Genomeditierung erlaubt punktgenaue Veränderungen im Erbgut von Pflanzen, die auch natürlich entstehen und sie widerstandsfähiger gegen Dürre oder Krankheiten machen könnten. Trotz fehlender artfremder DNA unterliegen solche Pflanzen strenger Regulierung laut Gentechnikgesetz – anders als klassisch mutierte Sorten. RNA-Sprays, die das Potential haben klassische chemische Pflanzenschutzmittel zu ersetzen, müssen derzeit noch denselben Zulassungsprozess durchlaufen wie diese. Es besteht aber Hoffnung auf erleichterte Zulassungsverfahren für diese neuartigen Pflanzenschutzmittel. Die gesprühte RNA verändert nicht das Genom der Pflanzen, auf die sie appliziert wird, diese Anwendung fällt also nicht unter die Regulierungen des Gentechnikgesetzes. Prof. Dr. Gabi Krczal betont im Interview sowohl das Potenzial dieser Ansätze als auch die widersprüchliche Regulierung.
