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OECD Bericht vergleicht Regulierung von Biotechnologie in EU und USA

Ein neuer OECD Vergleich zeigt, wo Europa bei Biosolutions stark ist und wo Regeln Innovation ausbremsen. Der Bericht stellt EU und USA gegenüber und nennt Ansatzpunkte für schnellere Markteinführung biobasierter Produkte.

Biosolutions aus Biomasse und Mikroorganismen brauchen klare Regeln, damit sie schneller in den Markt kommen.
Quelle: Redaktion Bioökonomie / KI-generiert
Biosolutions aus Biomasse und Mikroorganismen brauchen klare Regeln, damit sie schneller in den Markt kommen.

Biotechnologie kann helfen, Rohstoffe aus Biomasse zu nutzen und Prozesse klimafreundlicher zu machen. Wie schnell solche Technologien, auch Biosolutions genannt, in die Anwendung kommen, hängt aber nicht nur von Forschung ab, sondern auch von Finanzierung und Zulassung. Ein neues OECD Working Paper aus der Reihe OECD Science, Technology and Industry Working Papers vergleicht dafür Innovationsbedingungen und Regulierung in der Europäischen Union und in den USA.

Kapital und Patente liegen in den USA vorn

Laut OECD sind die Patentanmeldungen im Biotechnologiesektor seit dem Jahr 2000 insgesamt relativ stabil. Allerdings reichen die etwa doppelt so viele Anmeldungen ein wie die EU. Auch beim Wagniskapital sieht der Bericht einen klaren Abstand. Start-ups in den USA erhalten demnach um Größenordnungen mehr privates Risikokapital. Europa hat dafür Stärken bei der industriellen Bioproduktion, die für das Hochskalieren von Biosolutions wichtig ist. Die OECD warnt aber vor hohen Verwaltungsaufwänden beim Bau neuer Anlagen und wachsender Konkurrenz aus anderen Weltregionen. In beiden Regionen ist die Gründung neuer Biotech Start-ups zuletzt zurückgegangen.

Regulierung bestimmt Tempo und Planungssicherheit

Im zweiten Teil ordnet die OECD die Regulierung als Engpass für Investitionen und Skalierung ein. In der EU prägt oft der Herstellungsprozess den Rechtsrahmen, in den USA stehen die Eigenschaften des Endprodukts stärker im Vordergrund. Der Bericht nennt Überschneidungen zwischen Biotech und sektoralen Regeln, etwa für Lebensmittel oder Landwirtschaft, sowie in der EU begrenzte Möglichkeiten für frühe Gespräche mit Behörden. Das kann zu Nachforderungen und langen, teuren Verfahren führen. Am Beispiel der Präzisionsfermentation zeigt das Papier, dass Produkte aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen häufig so gereinigt werden können, dass keine Zellbestandteile oder DNA nachweisbar sind. In der EU können trotzdem zusätzliche Zulassungswege wie die Novel Food Prüfung durch die EFSA greifen. Weil in Europa parallel neue Regeln für bestimmte neue genomische Techniken diskutiert werden, ist der Vergleich aus Sicht der OECD besonders aktuell.

ag