Wie effizient sind die im Projekt entwickelten Technologien in der Praxis und welchen Einfluss haben sie auf Umwelt und Bodenbeschaffenheit?
Die entwickelte Ballenpresse namens PRB 1,75 nimmt das Schnittholz auf, presst es in Ballen und umwickelt diese automatisch mit einem Netz vor dem Abladen. Je nach Schnittgutmenge und Anlagenkonfiguration können 2 bis 12 Ballen à 140 bis 250 Kilogramm Frischmasse produziert werden. In den Praxistests sind 3 bis 25% des Schnittgutes in den Plantagen zurückgeblieben. Der Verlust war besonders hoch, wenn das Schnittgut vorab nicht geschwadert war. Der Hacker namnes PC50 ist wiederum mit gekrümmten Messern ausgestattet, die einen sauberen Schnitt des Materials ermöglichen. Dieser kann pro Stunde 0,4 bis 1,3 Hektar bearbeitenund dabei 0,4 bis 2,2 Tonnen Frischmasse einsammeln, bei einem Materialverlust von 8 bis 27%.
Auch hinsichtlich der Bodenfruchtbarkeit überzeugte das Schnittholz. Der Kohlenstoffentzug über das Schnittholz war in allen Praxistests relativ gering, verglichen mit dem Entzug über Stroh von Getreide oder Mais. Innerhalb der zweijährigen Feldexperimente in Spanien, Frankreich und Deutschland haben wir keinen Unterschied im Kohlenstoffgehalt des Oberbodens für Flächen mit Verbleib oder Entzug des Schnittholzes festgestellt. Auch haben sich keine Effekte des Schnittholzes auf die Nitratauswaschung sowie die Treibhausgasemissionen vom Boden ergeben. Damit steht die Entnahme des Schnittholzes zur energetischen Nutzung einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Plantagen nicht entgegen. Es müssen jedoch die lokalen Gegebenheiten beachtet werden. Detaillierte Handlungsempfehlungen hierzu wurden bereits im Internet veröffentlicht.