Naturfasern statt Braunkohle
Die Lausitz steht vor allem für eines: den Braunkohletagebau. Um den Ausstieg aus der Braunkohle wird bis heute hart debattiert. Im Projekt LaNDER3 haben die Akteure um Matthias Kinne eine andere Vision. Sie favorisieren den bioökonomischen Weg und das Potenzial regionaler Pflanzen. Statt fossiler Rohstoffe sollen Nesseln, Flachs oder Grünschnittabfälle zur Herstellung neuer Hightech-Verbundwerkstoffe, aber auch zur Energiegewinnung genutzt werden. Das Bündnis, das Partner aus Forschung und Industrie vereint, arbeitet seit drei Jahren an Verfahren, um aus der heimischen pflanzlichen Biomasse Naturfasern und Biopolymere für neue Kunststoffe nutzbar und konkurrenzfähig zu machen. Haupteinsatzgebiet der neuen naturfaserverstärkten Kunststoffe ist die Fahrzeugindustrie. Der an der Hochschule Zittau/Görlitz etablierte Oberlausitzer Forschungsverbund wird dabei vom Bundesforschungsministerium unterstützt.