Produkt

Multiprofil aus Zellstoff

Ein innovatives Ständerwerk-System ersetzt herkömmliche Stahlprofile durch kreislauffähige Holzfaserkomponenten. Das Verfahren macht den Innenausbau nachhaltiger, leichter und CO2-negativ.

Steckbrief

DATEN & FAKTEN

Branche: 
Bauwesen
 
Nachwachsender Rohstoff: 
Recycelter Zellstoff (Holzfasern)
 
Beteiligte Unternehmen: 
SORIWA GmbH
 
Bioökonomie-Faktor: 
CO2-Speicherung, Kaskadennutzung von Holz, Ersatz energieintensiver Metallprofile
 
Status: 
auf dem Markt

SORIWA Multi Profil System
Quelle: Thomas Mohn Quelle: Test source 2 Quelle: Test Source 3

Nachhaltige Innovation im Trockenbau: Das SORIWA „Multi Profil“ aus rund 88 % recyceltem Zellstoff bietet eine CO2-negative*, montagefreundliche Alternative zu Stahlprofilen für moderne, kreislauffähige Innenwandsysteme.

Vom Rohstoff Holz zum funktionalen Profil

Der Trockenbau ist ein zentraler Bestandteil moderner Bauweisen, doch die Anforderungen an Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit steigen stetig. Eine aktuelle Entwicklung greift genau diesen Bedarf auf: Ein innovatives Multiprofilsystem auf Basis von recyceltem Zellstoff. Zellstoff, der überwiegend aus Holz gewonnen wird, ist ein bewährter Werkstoff für Papier und Karton. In diesem neuen Verfahren erhält das Material als Trockenbauprofil eine zweite Lebensphase im Bauwesen. 

Mehrschichtige Faserprofile als Alternative zu Stahl

Die technologische Basis bilden mehrschichtig aufgebaute Faserprofile, die eine vollwertige ökologische Alternative zu klassischen Stahlprofilen darstellen. Ein entscheidender Vorteil für die Praxis ist das Gewicht: Die Zellstoffprofile sind leichter als herkömmliche Metallständerwerke, was die Handhabung auf der Baustelle erleichtert. Dank der innovativen Profilstruktur gibt es laut Hersteller keine scharfen Kanten und damit ein geringeres Verletzungsrisiko für Verarbeiter. Zusätzlich entstehen beim Transport und Handling keine Beschädigungen an der Gebäudehülle. Gleichzeitig bindet der biogene Werkstoff Kohlenstoff über seine gesamte Nutzungsdauer hinweg. Während die Produktion von Stahlprofilen energieintensiv ist und CO2 emittiert, leistet das Multi-Profil durch die Speicherung von Kohlenstoff einen aktiven Beitrag zu einer besseren Klimabilanz im Innenausbau.

Ein durchdachtes System für alle Wandkonstruktionen

Das Multiprofilsystem zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität aus. Im Ständerwerk können die Faserprofile herkömmliche senkrechte CW-Profile vollständig ersetzen. Durch die Kombination mit speziell entwickelten Verbindern übernehmen sie zudem die Funktion von horizontalen Führungsprofilen (UW-Profile). Selbst für hohe Belastungen, wie sie bei Türöffnungen auftreten, bietet das System mit dem sogenannten SORIWA Kern eine Lösung, die klassische UA-Profile ersetzt. Auf diese Weise entsteht ein vollständiges, stahlfreies Trockenbausystem, das konsequent auf Holzfasern setzt und konventionelle Komponenten durch ressourcenschonende, kreislauffähige Elemente austauscht.

Geprüfte Sicherheit für den modernen Bau

Trotz der neuartigen Materialbasis müssen Anwender keine Kompromisse bei der Sicherheit eingehen. Die zellstoffbasierten Profile sind technisch umfassend geprüft und verfügen über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. Sie erfüllen laut Hersteller sämtliche Anforderungen an den Schallschutz, das Brandverhalten und die mechanische Belastbarkeit, die im modernen Innenausbau gefordert werden. Damit ist der Weg frei für eine „grüne Wand“, bei der von der Unterkonstruktion bis zur Beplankung auf nachhaltige Materialien gesetzt wird.

Marktreife

Das bauaufsichtlich zugelassene SORIWA Multiprofilsystem ist über den qualifizierten Fachhandel erhältlich und kann ohne Einschränkungen für Bauprojekte im Innenausbau eingesetzt werden.

 

*Test: A1-A3 EPD-Kiwa-EE-221187-DE; gemäß ISO 14025 and EN 15804+A2:2019