Nachricht

Mitreden bei NRW-Aktionsplänen für die Bioökonomie

Nordrhein-Westfalen lädt zur Beteiligung an der Entwicklung konkreter Aktionspläne ein. Gefragt sind Ideen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um die Bioökonomie im Land praktisch voranzubringen.

Nordrhein-Westfalen setzt auf Bioökonomie, um fossile Rohstoffe wie Kohle schrittweise zu ersetzen und den Wandel zu einer nachhaltigen und resilienten Wirtschaftsweise voranzutreiben.
Quelle: Lennart / stock.adobe.com
Nordrhein-Westfalen setzt auf Bioökonomie, um fossile Rohstoffe wie Kohle schrittweise zu ersetzen und den Wandel zu einer nachhaltigen und resilienten Wirtschaftsweise voranzutreiben.

NRW startet Beteiligung für Aktionspläne zur Bioökonomie

Nordrhein-Westfalen will seine Wirtschaft stärker auf nachwachsende Rohstoffe, Kreisläufe und biobasierte Verfahren ausrichten. Mit einer öffentlichen Konsultation zur neuen Bioökonomie-Strategie lädt das Land Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbände, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger ein, bis zum 31.07.2026 Vorschläge für die künftige Ausgestaltung einzubringen. (Nachtrag vom 29.07.2026: Die Frist wurde auf den 16.08.2026 verschoben.) 

Die Beiträge sollen in konkrete Aktionspläne einfließen, mit denen NRW bis 2045 zu einem führenden Standort für nachhaltige Bioökonomie entwickelt werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei die gesamte Wertschöpfungskette: von Landwirtschaft und Forstwirtschaft über die Nutzung sekundärer Rohstoffe bis hin zu Chemie, Pharma, Bau, Textilien und Ernährung. Die Strategie greift damit eine zentrale Herausforderung auf: Wie lassen sich industrielle Produkte und Prozesse so verändern, dass fossile Rohstoffe schrittweise ersetzt und Materialien länger im Kreislauf gehalten werden können?

Von biogenen Rohstoffen bis zur Kreislaufwirtschaft

Ein Schwerpunkt liegt auf der besseren Nutzung biologischer Ressourcen. Holz, Pflanzenreste, Lebensmittelabfälle oder andere organische Nebenströme könnten künftig verstärkt als Ausgangsstoffe für neue Materialien, Chemikalien oder Energieträger dienen. Gleichzeitig soll die Bioökonomie mit Konzepten der Kreislaufwirtschaft verbunden werden, damit Rohstoffe effizienter genutzt und Abfälle reduziert werden. Die Landesregierung setzt dabei auf die Verbindung von Forschung und wirtschaftlicher Anwendung. Themen wie neue biotechnologische Verfahren, innovative Start-ups, Fachkräfteentwicklung und regionale Wertschöpfung spielen eine wichtige Rolle. Gerade für ein industriell geprägtes Bundesland wie NRW könnte die Bioökonomie neue Märkte eröffnen und bestehende Produktionsstrukturen verändern.

Die Beteiligung an der Strategie soll zeigen, welche Technologien, Geschäftsmodelle und politischen Rahmenbedingungen aus Sicht der verschiedenen Beteiligten besonders wichtig sind. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die nächsten Schritte beim Aufbau einer biobasierten Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.

hb