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Langzeitstudie beziffert Insektensterben

Eine Studie liefert erstmals Zahlen zum massiven Rückgang der Insekten in Deutschland. Demnach wurde 2016 an ausgewählten Orten in Deutschland 75% weniger Fluginsekten-Biomasse gefangen als noch vor 27 Jahren.

Auch Mauerbienen wie diese Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca) sind vom Rückgang betroffen.
Quelle: Martin Sorg
Auch Mauerbienen wie diese Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca) sind vom Rückgang betroffen.

Der Rückgang der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen scheint offensichtlich. So beklagte der diesjährige Agrar-Report einen eklatanten Artenverlust bei allen Tier- und Pflanzenarten. Besonders gravierend auch hier: das Bienensterben. Ein Jahr ist es her, als 77 Wissenschaftler Alarm schlugen und die Bundesregierung diesbezüglich in einer Resolution zum sofortigen Handeln aufforderten. 

Erste Langzeitstudie zu Insektenentwicklung

Für den tatsächlich dramatischen Rückgang von Insekten liefert nun erstmals eine internationale Langzeitstudie den Beweis. An der im Fachjournal „Plos One“ veröffentlichten Untersuchung waren der Entomologische Verein Krefeld, die Radboud Universität in den Niederlanden und die britische Universität in Sussex beteiligt. Um den Zustand und die Entwicklung der Insektenbiomasse zu erfassen, wurden bundesweit in Naturschutzgebieten insgesamt 96 Malaise-Fallen aufgestellt. Mithilfe der von den Krefelder Experten entwickelten Fallen können über 90% der Arten an Fluginsekten in Deutschland nachgewiesen werden.