Indonesien wird nachhaltig
Indonesien ist der weltweit größte Inselstaat und muss sich daher vorrangig autark versorgen. In den 1960er Jahren führte die Regierung dort eine sogenannte grüne Revolution durch, die alledings mit „grün" im Sinne von Nachhaltigkeit wenig zu tun hatte: Die Landwirtschaft wurde stark industrialisiert, um Erträge zu steigern und einer Hungerkatastrophe vorzubeugen. Vor allem die Abkehr von der traditionellen Landwirtschaft und der vermehrte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hinterließen ihre Spuren. Viele Böden haben an Fruchtbarkeit verloren und Rückstände von Pestiziden belasten die Nahrung. Inzwischen besinnen sich deshalb manche Landwirte bereits wieder auf einen ökologisch nachhaltigen Anbau. In dem Projekt IndORGANIC will Martina Padmanabhan diese einzelnen Ansätze fördern, vernetzen und weiterentwickeln, um dem Land langfristig zu einer profitablen und nachhaltigen Landwirtschaft zu verhelfen. Das Bundesforschungsminsterium (BMBF) fördert das Projekt mit 882.190 Euro.
