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Impulse für nachhaltiges Wirtschaften

Wie kann nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland gestärkt werden? Ein Beratungsgremium der Bundesregierung wartete auf der Green Economy Konferenz in Berlin mit Empfehlungen auf.

Green Economy Konferenz: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (li.), Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (2.v.r)
Quelle: Michael Gottschalk, photothek / Forschung für Nachhaltige Entwicklung
Green Economy Konferenz: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (li.), Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (2.v.r)

Mit ihrer „Hightech-Strategie“ hat die Bundesregierung auch den Weg für ein nachhaltiges Wirtschaften geebnet. Doch wie lässt sich das Thema Nachhaltigkeit hierzulande verankern und gleichzeitig der Innovations- und Technologiestandort Deutschland stärken? Mit diesen Fragen hat sich das Fachforum „Nachhaltiges Wirtschaften“, ein Expertenkreis des Hightech-Forums, das die Bundesregierung berät, beschäftigt. Bei der Green Economy Konferenz Anfang November in Berlin wurden die Empfehlungen an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks überreicht. Deren beide Häuser hatten die Erarbeitung des Papiers unterstützt.

Nachhaltigkeit gestalten

Über 300 Sachverständige aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik diskutierten auf der Konferenz, wie Wirtschaft und Innovationssystem auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise ausgerichtet werden können.

Fünf zentrale Handlungsempfehlungen haben sich für die Experten herauskristallisiert: Forschung und Innovation müsse hierzulande an globalen UN-Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet werden. Es gehe darum, das Thema Nachhaltigkeit wettbewerbsfähig zu machen und sie auch zu bewerten. Der Staat müsse bei dem Thema eine Vorbildrolle nach innen (Verwaltung nachhaltig ausrichten) und außen (über Steuerungsinstrumente) übernehmen. Darüberhinaus sollte das Thema frühzeitig in Bildungseinrichtungen vermittelt werden, um Kompetenzen für Forschung und Innovation zu schaffen. Außerdem müsse der gesellschaftliche Dialog vorangebracht werden, mit einem Austausch auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Biomasse-Forschung vorantreiben

Wie das erreicht werden kann wird in dem 47 Seiten umfassenden Papier jeweils mit Umsetzungsbeispielen aus der Chemie- und Ernährungsindustrie sowie der Finanzwirtschaft unterlegt. So sollten Unternehmen beim Einsatz nicht erneuerbarer Ressourcen jeweils den kompletten Wertschöpfungsprozess im Blick haben, raten die Autoren. Darüber hinaus wird die Forschung als Treiber gesehen, um fossile Rohstoffen zunehmend durch nachhaltig erzeugte Biomasse zu ersetzen. Auch der Erschließung neuer Kohlenstoffquellen für die industrielle Nutzung sowie das Meer als neue Nahrungs- und Rohstoffquelle werden im Rahmen der Forschungsagenda favorisiert.