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Im Fokus: Wasser als Ressource

Wie lassen sich Wasserversorgung und Landwirtschaft nachhaltig vereinen? Darüber wurde bei der Welternährungskonferenz GFFA in Berlin diskutiert.

Wasser ist die Lebensgrundlage von Mensch, Tier und Pflanzen. Doch die Ressource wird knapp.
Quelle: Jörg Klemme Hamburg /pixelio.de
Wasser ist die Lebensgrundlage von Mensch, Tier und Pflanzen. Doch die Ressource wird knapp.

Beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) kommen jedes Jahr Experten und Interessierte aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um über die globale Fragen der Welternährung zu diskutieren. Im Fokus der diesjährigen neunten Konferenz, die vom 19. bis 21. Februar im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin stattfand: die Herausforderungen der weltweiten nachhaltigen Versorgung mit Wasser und ihrer Berücksichtigung in der Landwirtschaft. Mit etwa 1.500 Teilnehmern aus über 80 Ländern und wichtigen Repräsentanten vieler hochrangiger Organisationen ist die GFFA ein wichtiges, internationales Forum für Ernährungssicherung und Landwirtschaft.

Weltweite Wasserknappheit verschärft sich

Obwohl etwa 70% der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist, stehen davon nur etwa 1% als Trinkwasser frei zur Verfügung. Der Wasserverbrauch durch den Menschen hat sich im Zuge der wachsenden Weltbevölkerung während der letzten 50 Jahre in etwa verdreifacht. Gleichzeitig werden die Grundwasservorräte zunehmend aufgebraucht und die bestehenden Wasserbestände immer mehr verschmutzt.

Dies führt in vielen Regionen der Welt bereits jetzt zu akuter Wasserknappheit, die sich in den nächsten Jahrzehnten ausweiten und verschlimmern wird, wie Experten bei der Konferenz betonten. Gleichzeitig hat die Landwirtschaft einen hohen Wasserbedarf. Wie sich hierbei dennoch Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft ableiten lassen, darüber wurde in zehn Fachpodien und zwei High Level Panels im Rahmen der Konferenz debattiert. Darüber hinaus stand das Thema auch auf der Agenda der im Anschluss tagenden neunten Agrarministerkonferenz sowie beim G20-Agrarministertreffen.

Höhere Wassereffizienz in der Landwirtschaft gefordert

Auf der GFFA-Konferenz wurde unter anderem negative Auswirkungen einer zu starken Bewässerung auf die Böden diskutiert. In vielen Gebieten der Erde komme es heute bereits zu einer fortschreitenden Erosion des Bodens, sodass dieser für die Landwirtschaft unbrauchbar werde, hieß von Seiten der Experten. Doch in 70 Ländern der Welt gibt es kein öffentliches System der Wettervorhersage. „Dies erschwert eine effiziente Wassernutzung“, berichtete Johannes Cullman, Direktor der Climate and Water Department of the World Meteorological Organisation (WMO). Beim igh Level Panel der FAO rief er dazu auf, gesammelte Daten global verfügbar zu machen und zu analysieren. Nur so könnten Kleinbauern Wasser effizienter einsetzen und ihre Böden nachhaltiger nutzen.