Pflanzen brauchen Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor zum Wachsen. Die konventionelle Landwirtschaft setzt daher meist auf Kunstdünger, die Ökosysteme und Umwelt gleichermaßen belasten. Im Ökolandbau sind synthetische Dünger verboten. Forschende vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) setzen auf einen urinbasierten Recyclingdünger, der Rohstoffe und Umwelt gleichermaßen schont. Dass der Dünger aus menschlichem Urin das Pflanzenwachstum genauso fördert wie konventionelle Dünger, wurde bereits im Rahmen des Citizen-Science-Projekts „urban cycles“ in Berliner Gemeinschaftsgärten erfolgreich erprobt. Nun soll der Dünger im Nachfolgeprojekt „U-Cycle“ deutschlandweit in 100 Stadtgärten getestet werden, um Gärtnerinnen und Gärtner von der Innovation zu überzeugen.
Das Citizen-Science-Projekt, das im Februar gestartet ist und bis April 2026 läuft, wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und vom IGZ und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. durchgeführt. Noch bis Mitte April können sich Interessierte für die Teilnahme an dem Projekt anmelden. Mitmachen können Klein-, Gemeinschafts-, Schul- und Heimgärtnerinnen und -gärtner.