Froschschenkel mit Herkunftssiegel
Froschschenkel werden als Delikatesse in Deutschland und Europa immer beliebter. Doch oft wird die große Nachfrage mit Fröschen aus Wildfängen bedient, statt Tiere aus nachhaltigen Zuchtanlagen zu nutzen. Für das Ökosystem hat dieses Vorgehen enorme Konsequenzen, denn Frösche sind ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gleichgewichts. Biodiversitätsforscherin Carolin Dittrich vom Berliner Naturkundemuseum hat nun gemeinsam mit Kollegen eine Herkunftsanalyse für Froschschenkel entwickelt. Das Isotopenmuster verrät, ob die Amphibien aus nachhaltigen Züchtungen oder aus Wildfängen stammen. Die Methode kann dem Zoll helfen, der illegalen Wildtiernutzung auf die Spur zu kommen. Sie lässt sich aber auch auf andere Tiere anwenden, deren Handel laut Artenschutzabkommen verboten ist.
