In dem Brief zeigen die Forschenden auf, wo Handlungsbedarf besteht und liefern zugleich praktische Empfehlungen. Demnach sollte zur Ausschöpfung des vollen Bioökonomiepotenzials in der EU eine stärkere strategische Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und Regionen angestrebt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei eine verbesserte horizontale und vertikale Koordination sowie ein intensiverer Austausch zwischen relevanten Akteuren aus Bildung, Wirtschaft, Umwelt, Zivilgesellschaft und Politik.
Zudem wird empfohlen, den Zugang zu Finanzmitteln entlang der gesamten Innovationskette zu verbessern, um die Umsetzung von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen zu erleichtern. Dabei ist vorgesehen, die Finanzierungsbedingungen stärker an den Bedürfnissen von innovativen Unternehmen auszurichten, gezielt Instrumente für Vorhaben mit hohem Technologiereifegrad bereitzustellen und öffentlich-private Partnerschaften weiter auszubauen. Ergänzend dazu sollen einheitliche Marktbedingungen und gezielte Maßnahmen zur Förderung der Nachfrage die Einführung biobasierter Produkte am Markt beschleunigen.