Nachricht

Bodenforschung: Akteure von BonaRes ziehen Bilanz

Auf der BonaRes-Konferenz in Leipzig tauschten sich Akteure aus Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis über die zentralen Ergebnisse der Fördermaßnahme zur Bodenforschung aus.

Geballte Bodenforschungsexpertise: Die BonaRes-Konferenz fand im Leipziger KUBUS im Wissenschaftspark Leipzig statt.
Quelle: Philipp Graf/BIOCOM
Geballte Bodenforschungsexpertise: Die BonaRes-Konferenz fand im Leipziger KUBUS im Wissenschaftspark Leipzig statt.

Das Kürzel „BonaRes“ steht für „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“. Bei dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2015 gestarteten Förderinitiative steht die nachhaltige Nutzung der knappen Ressource Boden im Vordergrund.

Ziel von zehn interdisziplinäre Projektverbünde und des BonaRes-Zentrums ist es, das wissenschaftliche Verständnis von Bodenökosystemen zu erweitern und die Produktivität der Böden und ihre anderen Funktionen zu verbessern sowie neue Strategien für eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden zu entwickeln. Im Jahr 2025 läuft die Maßnahme, die das BMBF mit insgesamt 108 Mio. Euro gefördert hat, aus.

Anwenderperspektive im Fokus

Die BonaRes-Konferenz am 28. und 29. Mai im Leipziger KUBUS bot den etwa 120 beteiligten Forschenden aus 53 Institutionen den passenden Anlass, Bilanz aus knapp einem Jahrzehnt Bodenforschung zu ziehen und ihre zentralen Ergebnisse anschaulich zu präsentieren. Rund 180 Teilnehmende waren nach Leipzig gekommen. „Auf dieser Konferenz steht klar die Anwendungsperspektive im Mittelpunkt“, so Hans-Jörg Vogel aus dem BonaRes-Koordinationsteam.

„Wir freuen uns besonders über die Gäste aus der praktischen Landwirtschaft, um ihnen unsere Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren“, sagte der Departmentleiter Bodensystemforschung am Umweltforschungszentrum Leipzig.  Schließlich sei man bei BonaRes mit dem Ziel angetreten, das Wissen aus Grundlagenforschung mit dem aus der praktischen Landwirtschaft zu kombinieren und einen systemischen Ansatz zu verfolgen.

Dateninfrastrukturen werden verstetigt

Mit eben diesem systemischen Ansatz sei BonaRes ein echter Vorreiter gewesen, sagte Klaus-Peter Michel, Referent im Bioökonomie-Referat des BMBF. Die zehn großen Verbünde und das BonaRes-Zentrum hätten signifikante Ergebnisse geliefert und hätten auch international hohe Sichtbarkeit erlangt. Zwar laufe die BMBF-Förderung von BonaRes demnächst aus, aber die aufgebauten standardisierten Dateninfrastrukturen wie das „BonaRes Repositorium“ würden im Rahmen von institutioneller Förderung verstetigt und weiterentwickelt. Michel verwies auch auf offene Fördermöglichkeiten auf EU-Ebene, wie etwa die sogenannte Boden-Mission, in der 100 „Living Labs“ als Forschungs- und Innovationsökosysteme entstehen sollen. „Bodenforschung spielt eine entscheidende Rolle für Bioökonomie und Klimaschutz. Boden ist und bleibt ein Zukunftsthema“, sagte er.