Biotechnologische Verfahren können neue Wege eröffnen, fossile Rohstoffe zu ersetzen, industrielle Prozesse effizienter zu gestalten und neue biobasierte Produkte hervorzubringen. Doch damit aus Forschungsergebnissen wirtschaftlich nutzbare Innovationen werden, müssen Technologien den Sprung in die industrielle Praxis schaffen. Wie das gelingen kann, steht im Mittelpunkt des „FORUMs Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie 2026“. Am 29. und 30. September 2026 bringt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Essen Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Förderpraxis zusammen. Die vom Projektträger Jülich organisierte Veranstaltung ist Teil der Hightech Agenda Deutschland und stellt aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aus der BMFTR-Förderung vor.
Von Kohlenstoffquellen bis Bioprozessen
Im Fokus stehen technologische Ansätze für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige industrielle Bioökonomie. Dazu gehört die Nutzung alternativer Kohlenstoffquellen, mit denen sich die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern lässt. Weitere Themen sind moderne Biokatalyse, biobasierte Materialien und industrielle Bioprozesse. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Frage, wie sich neue Technologien schneller aus dem Labor in die Anwendung bringen lassen. Denn zwischen einem erfolgreichen Forschungsansatz und einem wirtschaftlich tragfähigen industriellen Verfahren liegen häufig noch Entwicklungsschritte, etwa bei Skalierung, Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit.
Hightech im Welterbe
Eine Keynote widmet sich dem Potenzial Künstlicher Intelligenz für die Bioprozesstechnologie. Neben wissenschaftlichen Vorträgen bietet das Forum Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Fördermöglichkeiten. Hinzu kommen eine Poster-Ausstellung und Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung. Veranstaltungsort ist das OKTOGON auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Die Teilnahme am Forum ist kostenfrei. Programm, Informationen und Anmeldung sind online verfügbar.
hb