Wie sieht Ihre persönliche biobasierte nachhaltige Zukunft aus?
RB: Alles, was ich im Alltag an Produkten konsumiere – die Kleidung, die ich trage, die Kosmetik, die ich nutze – besteht aus biologisch abbaubaren Materialien. Verpackungen sind auf das Notwendigste reduziert. Und wenn ein Produkt eine Verpackung braucht, dann ist sie auch biologisch abbaubar. Haushaltsgeräte sind so konstruiert, dass sie nach Gebrauch wieder ganz leicht in ihre Bestandteilen auseinandergenommen werden können. Und die einzelnen Materialien kehren wieder in ihren Produktionskreislauf zurück. Die ganze Industrie ist logistisch so organisiert, dass man komplexere Produkte ganz leicht an die Hersteller zurückschicken kann, die sie dann sortenrein auseinandernehmen und wiederverwerten. Verschiedene Hersteller und Industrien sind in ihren Produktionsprozessen miteinander vernetzt. So können sie schnell und einfach wiederverwertete Rohstoffe untereinander beziehen und tauschen und wertvolle Rohstoffe wie Metalle oder Sand müssen nicht mehr in der Natur abgebaut werden.
JM: So viele Dinge wie möglich werden nachhaltig und fair produziert sein. Ich denke aber auch, wir werden nicht drum herumkommen, unseren Verbrauch zu überdenken und unseren Konsum zu reduzieren. Und ich glaube, dass dies nicht unbedingt bedeuten muss, dass es uns wirklich schlechter geht, wenn wir mit weniger auskommen. Die Dinge, die wir benutzen, werden zum Beispiel langlebiger sein, wir werden sie öfter reparieren oder untereinander tauschen. Die meisten von uns benötigen zum Beispiel nicht 365 Tage im Jahr eine Bohrmaschine. In der Ausstellung zeigen wir viele Projekte und Initiativen, die dafür neue und überraschende Wege zeigen.
Interview: Kristin Kambach