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BASF erweitert Biokunststoff-Palette für flexible Verpackungen

BASF erweitert seine ecovio-Reihe um kompostierbare Materialien für flexible Barriereverpackungen. Sie sollen Fett, Feuchtigkeit und Sauerstoff abschirmen und je nach Aufbau ins Papier- oder Bioabfallrecycling passen.

Ecovio ist eine BASF-Produktreihe nachhaltiger Kunststoffe, die beispielsweise zur Beschichtung von Papier und Karton für umweltfreundlichen Behälter eingesetzt werden können.
Quelle: BASF
Ecovio ist eine BASF-Produktreihe nachhaltiger Kunststoffe, die beispielsweise zur Beschichtung von Papier und Karton für umweltfreundlichen Behälter eingesetzt werden können.

Flexible Verpackungen müssen Lebensmittel schützen, sollen aber zugleich weniger fossile Rohstoffe verbrauchen und am Ende besser verwertet werden können. An dieser Schnittstelle erweitert BASF seine Biokunststoff-Reihe ecovio. Das neue Portfolio richtet sich an Hersteller flexibler Barriereverpackungen und an Markenunternehmen, die Schutzfunktion, Verarbeitung und Entsorgungsweg stärker auf einzelne Produkte abstimmen wollen.

Schutzschicht für Papier und Folien

Die neuen ecovio-Typen sind zertifiziert heimkompostierbar und für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Sie können auf Papier oder Kunststoffträgern eingesetzt werden, etwa als Beschichtung, Folie oder Laminierschicht. Laut BASF lassen sich damit ein- oder mehrlagige Verpackungen herstellen, die Fette, Öle, Wachse, Flüssigkeiten, Sauerstoff und Feuchtigkeit abschirmen. Zugleich kann das Material als Siegelschicht dienen, also Verpackungen durch Wärme dicht verschließen.

Für die Verarbeitung nennt BASF gängige Verfahren wie Extrusionsbeschichtung, Folien- und Plattenextrusion sowie Lamination mit Extrusion, Klebstoffen oder Wärme. Damit adressiert das Unternehmen eine zentrale Hürde vieler Verpackungsalternativen. Sie müssen nicht nur biobasiert oder kompostierbar sein, sondern auch auf vorhandenen Anlagen laufen und die Schutzfunktion herkömmlicher Materialien wie Polyethylen, Polypropylen oder PET erreichen.

Entsorgungsweg bleibt entscheidend

Je nach Typ enthält ecovio laut BASF bis zu 80 Prozent biobasierte Bestandteile. Mögliche Anwendungen reichen von Beuteln, Sachets, Schalen und Boxen für feste und flüssige Lebensmittel bis zu Verpackungen für Körperpflegeprodukte und Gesundheitsartikel. Neu ist vor allem die Breite der Optionen. Verpackungen auf Papier- oder Kartonbasis sollen in bestehenden Papierströmen mit hoher Faserrückgewinnung recycelt werden können. Sind sie stark mit Lebensmittelresten verschmutzt, kommt je nach Rechtsrahmen auch organisches Recycling infrage. Flexible Kunststoffverpackungen aus ecovio sollen industriell oder im Heimkompost biologisch abgebaut werden können, ohne persistente Mikroplastikreste zu erzeugen.

Die Erweiterung baut auf mehreren ecovio-Entwicklungen der vergangenen Jahre auf. 2023 stellte BASF eine heim- und industriell kompostierbare ecovio-Type für die Extrusionsbeschichtung von Papier und Karton vor. Sie war auf Becher, Schalen, Snackverpackungen und To-go-Anwendungen ausgelegt und sollte Barrieren gegen Flüssigkeiten, Fett und Mineralöl mit Hitzestabilität bis 100 Grad Celsius verbinden . Vor einem Jahr folgte eine Kooperation mit Metpack zu heimkompostierbarem beschichtetem Papier für Lebensmittelverpackungen, bei dem ecovio als Beschichtung genutzt wurde.

ag