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Anklam: Impulse für die Bioökonomie-Region MV

Eine Konferenz-Serie in der Hansestadt Anklam machte deutlich, wie die Bioökonomie die Region bereits prägt und wie dynamisch sie sich dank zahlreicher Innovationsnetzwerke entwickelt.

Bioökonomie-Konferenz Anklam 2023
Quelle: Philipp Graf/BIOCOM
Bioökonomie-Konferenz Anklam 2023

Die Hansestadt Anklam vor den Toren der Ostseeinsel Usedom ist in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für das biobasierte Wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern avanciert. Wichtigstes Bioökonomie-Unternehmen vor Ort ist die Zuckerfabrik der Cosun Beet Company, in der jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben verarbeitet werden. 2018 eröffnete der Reifen-Konzern Continental das „Taraxagum Lab“, ein Forschungs- und Entwicklungslabor zum Thema Löwenzahn-Kautschuk. Zwei Jahre später wurde das Bioökonomiezentrum Anklam eröffnet. Und fast schon Tradition haben die seit nunmehr einem Jahrzehnt im Zwei-Jahres-Takt stattfindenden Bioökonomie-Konferenzen.

Vorgelagert zur sechsten Ausgabe der Anklamer Bioökonomie-Konferenz hatten die regionalen Akteure in diesem Jahr noch zwei weitere Bioökonomie-Veranstaltungen organisiert: Die 3. Jugend-BioÖkonomie-Konferenz BE2Youth und erstmals auch die FutureFood-Konferenz. Organisiert wurden die Events von der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald, der IHK Neubrandenburg, der WITENO GmbH und Hochschule Neubrandenburg – und dem BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Bioökonomie-Jugendkonferenz und Anklamer Erklärung

Den Auftakt machte am 24. Oktober die Jugend-BioÖkonomie-Konferenz BE2Youth im Lilienthal-Gymnasium. 60 neugierige junge Leute aus der Region konnten von erfahrenen ausgebildeten Profis lernen, was Bioökonomie ausmacht und welche Berufsperspektiven es in der biobasierten Wirtschaft gibt. An der Universität Greifswald gibt es zum Beispiel einen Masterstudiengang. Auch die Hochschule Neubrandenburg und die Hochschule Stralsund bieten eine ganze Reihe relevanter Studiengänge an. Ein Team der Informationsplattform bioökonomie.de war in der Schule vor Ort – und hatte ein Augmented-Reality-Exponat und innovative biobasierte Produkten zum Anfassen mitgebracht.

Im Oktober 2021 hatten Schülerinnen und Schüler im Wissenschaftsjahr-Projekt „Jugendforum Bioökonomie“ die „Anklamer Erklärung“ erarbeitet, ein Positionspapier, in der Forderungen und Erwartungen für eine bioökonomische Transformation an Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammengefasst wurden. Was zwei Jahre später aus der Initiative wurde, erläuterten Olaf Strauß von der Hochschule Neubrandenburg und Landtagsabgeordnete Sylva Rahm-Präger vor den Jugendlichen.