Um Biodiversität auf den Äckern zu erforschen, braucht man einen guten Durchblick und einen langen Atem. Ein Paradebeispiel für ein Freilandlabor für die Biodiversitätsforschung ist das „Jena-Experiment“. Es wurde 2002 vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) ins Leben gerufen. Der Freilandversuch ist damit nicht nur das am längsten dauernde Biodiversitäts-Experiment Europas, sondern auch das größte. Mit einem zweitägigen Symposium wird seit dem 7. Februar in Jena das 15-jährige Jubiläum gefeiert.
Pflanzenvielfalt auf früherem Ackerland
Das knapp zehn Hektar große Areal am Saaleufer war einst eine gewöhnliche Ackerfläche. Heute wachsen auf über 600 verschiedenen Versuchsflächen Kräuter, Gräser und Leguminosen zwischen Blüten, die jedes Jahr im Sommer Insekten, Würmer, Vögel und andere Kleintiere anlocken. „Ziel ist es herauszufinden, wie sich die Vielfalt und Zusammensetzung der Pflanzen auf die Stoffkreisläufe im Boden oder das Zusammenleben der Tierwelt auswirken“, erläutert die wissenschaftliche Koordinatorin des "Jena-Experiment" der Universität Jena, Anne Ebeling.
