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26.08.2019

Agora Verkehrswende (2019): Klimaschutz auf Kurs bringen

Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas würden teurer werden, Haushalte mit geringem Einkommen hingegen würden finanziell entlastet. Das sind die Kernpunkte eines Konzepts zur CO2-Bepreisung, das unter der Leitung der Berliner Denkfabrik Agora Verkehrswende erstellt wurde.

Verkehr Autos Stau
Quelle: 
pixabay

Außerdem an der Studie beteiligt waren Agora Energiewende, das Öko-Institut und die Freie Universität Berlin. Laut der Expertise würden Bezieher unterer und mittlerer Einkommen sowie Haushalte mit Kindern im Durchschnitt zu den Gewinnern der CO2-Bepreisung gehören, während einkommensstarke und Ein-Personen-Haushalte durchschnittlich eine sehr moderate Zusatzbelastung erfahren würden. Entgegen landläufiger Meinung würden auch Pendlerhaushalte und Haushalte in ländlichen Räumen durch einen CO2-orientierten Aufschlag auf die Energiesteuer nicht in substanziellem Ausmaß belastet, heißt es in der Studie.

Das Konzept besteht aus zwei Teilen. Die Forscher gehen für das Jahr 2020 von ein CO2-Preis in Höhe von 50 Euro pro Tonne aus. Der höhere Preis würde zu zusätzlichen Steuereinnahmen führen, diese sollen an die privaten Haushalte zurückgegeben werden. Das Gros fließt als „Klimaprämie“ in Höhe von 100 Euro pro Kopf an die Bürger zurück, gut ein Viertel dient dazu, die Stromsteuer von derzeit 2,05 Cent auf den europarechtlichen Mindeststeuersatz von 0,1 Cent pro Kilowattstunde zu senken. Weitere 300 Millionen Euro würden einen Ausgleichsfonds, aus dem Kompensationszahlungen für besonders betroffene Haushalte finanziert werden, speisen.

 

Die vollständige von Öko-Institut und Freier Universität Berlin im Auftrag von Agora Verkehrswende und Agora Energiewende durchgeführte Studie erhalten Sie hier:
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