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Kleid

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DATEN & FAKTEN 


Branche:

Textil

Nachwachsender Rohstoff:
Milch

Beteiligte Unternehmen:
Qmilch Deutschland

Bioökonomie-Faktor:
Verwertung von Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie; weniger Ressourcenverbrauch

Status:
auf dem Markt

Was steckt drin?
Kleid
Quelle: 
iStock: gsermek/Fotolia: Pavel Losevsky
Milch

Jedes Jahr fallen mehrere Millionen Tonnen Milch an, die in der Lebensmittelindustrie nicht weiterverwendet werden dürfen. Daraus werden inzwischen Textilfasern hergestellt. 

Milchfasern in der Modeindustrie

Milch gilt nicht nur als gesunder Beitrag zur Ernährung, sondern hat auch das Zeug, die Herzen von Modefans zu erobern. Denn aus Milcheiweißen lassen sich Fasern herstellen. Allein in Deutschland fallen rund 1,9 Millionen Tonnen Milch an, die in der Lebensmittelindustrie nicht weiterverwendet werden dürfen. Dazu zählt etwa die Kolostralmilch von kalbenden Kühen oder das bei der Käseherstellung anfallende Milchfiltrat. 

Umweltfreundliches Herstellungsverfahren

Schon lange ist bekannt, dass sich Casein zu Fasern verweben lässt. Bislang war dafür aber nicht nur viel Wasser, sondern auch viel Chemie notwendig: Das niedersächsische Unternehmen Qmilch Deutschland um Gründerin Anke Domaske (zum Porträt) nutzt lediglich Bienenwachs und Zink als Zusätze. So lassen sich im Vergleich zur Verarbeitung von Baumwolle erhebliche Wassermengen einsparen. Weiteres Plus: Das Biopolymer aus Milchresten wirkt von Natur aus antibakteriell, ist für Allergiker geeignet und lässt sich gut einfärben.

Marktreife

Die Herstellung der Biofaser erfolgt zudem nach dem Global Organic Textile (GOT)-Standard: Im Vergleich zum herkömmlichen Nassspinnverfahren werden deutlich weniger Ressourcen verbraucht. Die offizielle Produktion der QMilch-Faser soll 2016 in Hannover starten. In einigen Geschäften wird die Mode aus Milch schon verkauft.

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