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Autoreifen

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DATEN & FAKTEN 

Branche:
Automobil

Nachwachsender Rohstoff:
Russischer Löwenzahn

Beteiligte Unternehmen:
Continental

Bioökonomie-Faktor:
Alternativer Kautschuk aus heimischem Löwenzahn; kürzere Transportwege

Status:
Erste Produktion in Pilotanlage, Reifen in Testphase

Was steckt drin?
Quelle: 
Fotolia: Karin und Uwe Annas/ C. Schulze Gronover
Löwenzahn

Weil Naturkautschuk auch bei tiefen Temperaturen elastisch ist, fertigen Autozulieferer daraus Gummi für Winterreifen. Eine Alternative zum Milchsaft des subtropischen Kautschukbaums  bietet der Russische Löwenzahn. Er gedeiht in unseren Breiten – auch auf Flächen, die für den Ackerbau ungeeignet sind.

Löwenzahn statt Naturkautschuk

Weil Naturkautschuk auch bei tiefen Temperaturen elastisch ist, fertigen Autozulieferer daraus Gummi für Winterreifen. Bisher dient der Milchsaft des subtropischen Kautschukbaums als Rohstoff. Die Baumplantagen werden jedoch von einem Pilz bedroht, weswegen der Weltmarktpreis schwankt. Eine Alternative bietet der Russische Löwenzahn. Er gedeiht in unseren Breiten – auch auf Flächen, die für den Ackerbau ungeeignet sind.

Von der Wild- zur Nutzpflanze

Mithilfe moderner Züchtungsverfahren haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME in Aachen den Löwenzahn von einer Wild- in eine Nutzpflanze verwandelt, die robust und ertragreich ist. Gemeinsam mit dem Reifenhersteller Continental wurde in Deutschland eine Pilotanlage zur Produktion von Gummi aus Löwenzahn-Kautschuk aufgebaut. Dort wird er insbesondere aus dem Milchsaft der Wurzel gewonnen.

Marktreife

Erste Winterreifen wurden bereits gefertigt. Derzeit finden ausgiebige Straßentests statt. Diese verlaufen bisher erfolgreich. Langfristig sind sogar weitere Nutzungsmöglichkeiten des Löwenzahn-Gummis denkbar: Denn auch für Schwingungs- und Lagerungselemente in Fahrzeugen wie Motorlager könnte der Naturkautschuk eingesetzt werden,

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