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10.08.2017

Deutsche Lebensmittel sind Exportschlager

Deutsche Lebensmittel stehen im Ausland hoch im Kurs. Der neue Agrarexport-Bericht der Bundesregierung liefert Details.

Containerschiff
Weltweit steht Deutschland mit seinem Agrarexport an dritter Stelle.
Quelle: 
Pixabay

Die Agrarwirtschaft ist ein wichtiger Teil der Bioökonomie. Mehr als 50% der Landesfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Lebensmittel aus Deutschland sind nicht nur innerhalb des Landes gefragt, sie sind auch ein Exportschlager. Weltweit steht Deutschland mit seinem Agrarexport an dritter Stelle. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) hat nun einen Bericht veröffentlicht, aus dem weitere Details hervorgehen.

„Made in Germany“ steht für Qualität

Lebensmittel „Made in Germany“ werden mit Innovation, Qualität und Sicherheit assoziiert. Das hohe Qualitätsniveau deutscher Produkte ist gute Ausgangsbasis für den Exporterfolg. Die hochwertigen Veredlungserzeugnisse haben eine hohe Wertschöpfung. Bei ihnen ist die deutsche Ernährungsindustrie besonders stark und im Ausland konkurrenzfähig.

Derzeitige Exportpolitik auf gutem Kurs

Der Exportbericht „Agrarexporte 2017 – Daten und Fakten“ erläutert die Bedeutung des Exports für die Landwirtschaft, die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze. Zudem informiert er über Chancen und Potenziale des Agrarhandels. „Der Export ist wichtig für die deutsche und europäische Agrar- und Lebensmittelindustrie“, so Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Der Export sichere Arbeit und Wohlstand vor allem im ländlichen Raum. Die aktuelle Entwicklung bestätige die derzeitige Exportpolitik, die ihren Fokus auf die Erschließung neuer Absatzmärkte und die Beseitigung von Handelsschranken lege. Exporte in sogenannte Drittweltländer würden nicht staatlich gefördert und spielten mengen- und wertmäßig keine bedeutende Rolle, so Schmidt weiter.

Agrarexport mit über 70 Mrd. Euro auf Rekordhoch

Ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft wird exportiert. Auch in der Ernährungswirtschaft stammt ein Drittel der Gewinne aus dem Export. Deutschlandweit hängen rund 320.000 Arbeitsplätze vom Export ab. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Export-Markt positiv und hat 2016 mit über 70 Mrd. Euro einen neuen Rekord erreicht.

Deutschland weltweit auf Platz 3

Nach Angaben der World Trade Organisation (WTO) steht Deutschland weltweit an dritter Stelle – sowohl bei den Exporten als auch den Importen, wobei der Import den Export mit rund 9 Mrd. Euro übersteigt. Deutschland ist damit trotz weltweit herausragenden Exportzahlen derzeit noch ein Netto-Importeur. Mit mehr als drei Viertel der Exporte ist die Europäische Union (EU) der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Agrarprodukte. Die gilt auch für den Import: Rund zwei Drittel aller Importe stammen aus einem der anderen 27 EU-Mitgliedstaaten.

Agrarausfuhren legen 2017 weiter zu

Die deutschen Agrarausfuhren haben Anfang 2017 weiter zugelegt. Von Januar bis Mai stiegen sie um rund 6%. Ein besonders hohes Wachstum verzeichnete der Milchsektor. Der Export an Milch und Milcherzeugnissen nahm in die EU-Länder um knapp 13% (3,8 Mrd. Euro) und in Länder außerhalb der EU um 28% (744 Mio. Euro) zu. Der Agrarexport-Bericht soll von nun an jährlich erscheinen, um die Entwicklungstendenzen zu erfassen und darzustellen.

bp

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