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GO-Bio: Gründungsoffensive Biotechnologie

Mit dem Wettbewerb GO-Bio fördert das Bundesforschungsministerium gründungsbereite Forscherteams in den Lebenswissenschaften.
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GO-Bio ist das Förderformat für Gründerteams in den Lebenwissenschaften
Quelle: 
Thole Züchner

Um die Finanzierungslücke zwischen öffentlicher Forschung und privater Firmenfinanzierung zu schließen, wurde in den letzten Jahren einiges getan: Zum einen verbessert etwa der vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte High-Tech Gründerfonds das Angebot an Wagniskapital für frühe Unternehmensphasen, zum anderen wurden Forschungsförderprogramme wie GO-Bio für die Validierungs- und Kommerzialisierungsphase wissenschaftlicher Ergebnisse aufgelegt.

Mit dem Wettbewerb GO-Bio fördert das Bundesforschungsministerium gründungsbereite Forscherteams in den Lebenswissenschaften, um technisch anspruchsvolle Ideen zu einer tragfähigen Unternehmensgründung reifen zu lassen. Seit dem Start im Jahre 2005 gab es bisher sieben Auswahlrunden bei GO-Bio, 50 Teams wurden oder werden gefördert.

Millionenförderung für Gründer in den Life Sciences

Während Ende der 1990er Jahre vergleichsweise viel privates Wagniskapital zur Verfügung stand, um kommerzialisierbare Ideen frühzeitig aus Hochschulen und Forschungsinstituten auszugründen, so verlangen Investoren mittlerweile eine deutlich stärkere technologische Validierung von Gründungsideen. Akademische Forschungsergebnisse genügen diesen Anforderungen jedoch nur selten. Die Fördermaßnahme "GO-Bio" schließt diese Lücke. Gefördert werden gründungsbereite Teams aus den Lebenswissenschaften in der Vorgründungsphase über zweieinhalb bis vier Jahre und ggf. einer anschließenden Gründungsphase von maximal weiteren drei Jahren. Andere Gründungsprogramme (z. B. EXIST des Bundeswirtschaftsministeriums) sind auf diese langwierigen und kostspieligen Entwicklungsprozesse in den Lebenswissenschaften nicht zugeschnitten.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Zunächst werden von einer vom Bundesforschungsministerium eingesetzten Jury aus einer großen Zahl von Skizzen vielversprechende Ansätze ausgewählt und zur Ausarbeitung eines detaillierten Konzepts einschließlich eines Geschäftsplans aufgefordert.

Hartes Auswahlverfahren

Aufgrund der themenoffenen Gestaltung des Wettbewerbs bilden die von den gründungswilligen Wissenschaftlern eingereichten Projektskizzen einen breiten Bereich der Lebenswissenschaften ab. Das Ideenspektrum reicht von der Entwicklung neuer Therapeutika und Diagnostika für Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionen über die Entwicklung neuer Bioanalytik-Verfahren bis hin zur Forschung an innovativen Chiptechnologien, biomedizinische Bildgebungsverfahren oder Innovationen für die Bioökonomie. Grundsätzlich steht GO-Bio für Gründungsvorhaben aus allen Bereichen der Lebenswissenschaften und angrenzenden Disziplinen offen.

Aber eine gute Idee ist noch kein marktfähiges Produkt und ein hervorragender Wissenschaftler noch kein erfolgreicher Unternehmer. Die GO-Bio-Bewerber müssen sich einem harten und hochselektiven Auswahlwettbewerb stellen. Die eingereichten Ideen werden auf Innovations- und Marktfähigkeit geprüft. Weniger als 10% der Bewerber schaffen den Sprung in die Förderung. Im Ergebnis der bisher durchgeführten sieben Auswahlrunden gelangten aus knapp 600 eingereichten Vorschlägen insgesamt 50 besonders aussichtsreiche Projekte in eine Förderung durch GO-Bio.

Die neue Hightech-Strategie, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zum 3. September 2014 vorgestellt hat, sieht eine Fortführung von GO-Bio vor. Für Ende 2016 ist die nunmehr achte Auswahlrunde geplant.

GO-Bio-Projekte im Überblick

Seit 2006 werden 50 Gründerteams in GO-Bio unterstützt. Hier finden sich kompakte Steckbriefe der Projekte aus den sieben Auswahlrunden

KONTAKT

Projektträger Jülich
(Außenstelle Berlin)
Dr. Jan Strey , j.strey@fz-juelich.de ; Tel: 030 20199-468

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